Der Preis eines Staffordshire Bull Terrier Welpen mit ENCI-Ahnentafel ist kein Listenpreis: Er ist die Summe von Kosten, die entstehen, bevor der Welpe geboren wird. Die Gentests der beiden Zuchthunde auf L2HGA und HC werden einmal pro Hund bezahlt und gelten für das ganze Zuchtleben. Die Eintragung des Wurfs ins ENCI-Zuchtbuch hat öffentliche Gebühren, für alle gleich. Dazu kommen die tierärztlichen Kontrollen während der Trächtigkeit, der Ultraschall um den fünfundzwanzigsten Tag, das Röntgenbild vor der Geburt, die ersten Impfungen, die Entwurmungen und der Mikrochip. In der Zucht Del Piccolo Diavolo in Ostellato, Italien, kostet ein Wurf mit sechs Welpen rund 2.000 Euro vor Impfungen und Mikrochip, und über 4.000 mit einem Deckrüden im Ausland und einem Kaiserschnitt. Ein sehr niedriger Preis bedeutet fast immer, dass etwas fehlt: die Tests, die Ahnentafel oder Welpen, die vor den gesetzlich vorgeschriebenen 60 Tagen von der Mutter getrennt wurden.
Die kurze Antwort: es gibt keine Preisliste, und das ist auch richtig so. Beurteilen lässt sich, was im Preis steckt, wenn Sie bei einer seriösen Zucht mit ENCI-Ahnentafel, Gentests und vollständigen Garantien kaufen.
Wenn Ihnen Staffordshire Bull Terrier Welpen für wenige hundert Euro angeboten werden, halten Sie inne. Sie sind dabei, einen Fehler zu machen, der Sie später weit mehr kosten kann — an Tierarztrechnungen, Verhaltensproblemen und Enttäuschung.
Dieser Beitrag erklärt genau, was in diesem Preis enthalten ist, was uns ein Wurf mit echten Zahlen kostet, warum billige Welpen ein Risiko sind und woran Sie eine seriöse Zucht von einem Vermehrer unterscheiden. Wenn Sie noch nicht wissen, wo Sie anfangen sollen, lesen Sie zuerst wie man eine Staffordshire Bull Terrier Zucht auswählt.
Was im Preis eines gut aufgezogenen Welpen enthalten ist
Ein Teil dieses Preises hängt nicht von der Zucht ab: Die Eintragung eines Wurfs ins Zuchtbuch hat Gebühren, die das ENCI festlegt und die für alle gleich sind; dazu kommen die Gentests der Zuchttiere und die Tierarztkosten.
Beim Kauf von einer verantwortungsvollen Zucht sind enthalten:
| Bereich | Was enthalten ist | Wie man es prüft |
|---|---|---|
| Dokumente | ENCI-Ahnentafel, implantierter und registrierter Mikrochip, Impfpass, schriftlicher Vermittlungsvertrag | Originale beim Besuch in der Hand, keine Fotokopien |
| Gesundheit | Erste Impfungen mit mindestens zwei Auffrischungen, Entwurmungen, tierärztliche Untersuchung vor der Übergabe | Daten und Stempel im Impfpass |
| Genetik der Eltern | DNA-Tests auf L2HGA und HC bei beiden Zuchttieren, oder frei durch Abstammung mit den Befunden ihrer Eltern | Laborbefund mit der Mikrochipnummer des Hundes oder seiner Eltern |
| Betreuung | Ein Gespräch vor der Vermittlung, ein Vorrat seines gewohnten Futters mit Hinweisen zu den Mahlzeiten, Betreuung für das ganze Hundeleben | Man erkennt sie an den Fragen, die die Zucht Ihnen stellt |
Nichts davon ist optional. Es ist das Minimum, das eine seriöse Zucht garantieren muss.
Was uns ein Wurf kostet, Posten für Posten
Meist spricht man über den Preis des Welpen. Hier geht es um die andere Seite: was ein Züchter ausgibt, bevor es den Welpen überhaupt gibt. Das sind unsere echten Zahlen, die wir tatsächlich bezahlen.
Vor der Verpaarung
| Posten | Kosten |
|---|---|
| Vaginalabstrich mit Kultur | 40 € |
| Progesteronbestimmungen, mindestens vier | je 40 €, 160 € |
| Fahrten zum Tierarzt, 40 km pro Strecke | variabel, eine Fahrt pro Bestimmung |
| Vorbeugende Entwurmung der Hündin, Milbemax | 29,20 € |
Die Progesteronbestimmungen zeigen den richtigen Tag: Ohne sie deckt man aufs Geratewohl und verliert eine Läufigkeit. Vier sind das Minimum, oft braucht es mehr.
Der Rüde
Wenn der Deckrüde nicht in der Zucht lebt — und bei uns ist das nie der Fall, aus den Gründen, die im Ratgeber über Eltern vor Ort erklärt sind —, zahlt man eine Decktaxe.
Sie reicht von 700 € für einen jungen, vielleicht noch titellosen Rüden bis zu 1.600 €, so viel wurde von uns für einen Junior-Weltsieger in Ungarn verlangt, einen Elitebull-Rüden.
Dazu kommt die Reise, die je nach Entfernung kostet, und oft eine Übernachtung im Hotel: Man deckt zweimal im Abstand von 12 bis 24 Stunden, und dazwischen fährt man nicht nach Hause.
Die Trächtigkeit
| Posten | Kosten |
|---|---|
| Ultraschall 25 Tage nach dem zweiten Deckakt | 35-40 € |
| Ultraschall und Röntgen eine Woche vor der Geburt | 50-80 € |
| Welpentrockenfutter für die Hündin | 60 € pro 12 kg |
Der Ultraschall zeigt, ob sie trächtig ist. Das Röntgenbild am Ende, wenn die Schädel verkalkt sind, zeigt, wie viele Welpen es sind: Während der Geburt weiß man so, wann sie vorbei ist, und der Ultraschall am selben Tag zeigt, ob ein Welpe in Not ist.
Welpenfutter kostet deutlich mehr als Erhaltungsfutter, und eine säugende Hündin frisst viel davon.
Die Geburt
Eine natürliche Geburt kostet nichts, abgesehen vom Oxytocin, falls es gebraucht wird, etwa 30 €.
Ein Kaiserschnitt kostet zwischen 500 und 800 €, je nach Tag und Uhrzeit: Nachts oder am Sonntag liegt er am oberen Ende. Man wählt ihn nicht: Entweder er ist nötig oder nicht.
Nach der Geburt
| Posten | Kosten |
|---|---|
| Milbemax für die Hündin | 29,20 € |
| Milbemax für die Welpen, vier Packungen für acht Welpen | 63,60 € |
| Panacur für die Welpen, sechstägige Behandlung | 147,57 €, drei Packungen zu zehn Tabletten: der teuerste Posten der Gruppe |
| ENCI-Wurfmeldung, Formular A | 60 € |
| Formular B, pro Welpe | 25 € |
Die Entwurmungen werden mehrmals wiederholt, und die Kosten steigen mit der Zahl der Welpen. Dazu kommen die Kotuntersuchung im Labor, die ersten Impfungen, der Mikrochip und die tierärztlichen Kontrollen.
Der Apothekenbeleg mit diesen drei Posten steht oben auf der Seite; der vollständige Beleg liegt als PDF vor, mit abgedeckter Steuernummer.
Die Summe
Für einen Wurf mit sechs Welpen, ohne Komplikationen und mit einem jungen Deckrüden:
rund 2.000 €, vor Impfungen, Mikrochips und Laboruntersuchungen.
Mit einem Spitzenrüden, der Reise ins Ausland und einem Kaiserschnitt:
deutlich über 4.000 €.
Und in dieser Rechnung fehlen die Gentests der Zuchthunde, die einmal pro Hund bezahlt werden — rund 400 € pro Zuchthund für Probenahme, Labor und Versand —, und die Zeit: die Nächte auf dem Sofa neben der Wurfkiste, das tägliche Wiegen, die Fahrten.
Diese Zahlen sollen keinen Preis rechtfertigen. Sie sollen zeigen, warum hinter einem Wurf, der für ein paar hundert Euro pro Welpe verkauft wird, nichts von alledem stehen kann.
Warum billige Welpen teurer werden
Rechnen wir kurz nach.
Ein ordentlich geplanter Wurf kostet, wie oben Posten für Posten gezeigt, rund 2.000 Euro: Bei sechs Welpen sind das mehr als 330 Euro pro Welpe, vor Impfungen, Mikrochip und Untersuchungen. Mit einem Deckrüden im Ausland und einem Kaiserschnitt sind es über 650. Ein Welpe für wenige hundert Euro liegt also unter den Kosten eines seriösen Wurfs. Wie ist das möglich?
Indem an allem gespart wird:
- Keine Gentests (etwa 400 Euro pro Hund mit Blutentnahme und Versand)
- Discounter-Futter statt hochwertiger Ernährung
- Wenige Impfungen oder gar keine
- Keine Ahnentafel oder eine gefälschte
- Kein Vertrag, keine Garantien
- Keinerlei Selektion: Hunde werden wahllos verpaart, um Welpen zu produzieren
Die Rechnung kommt später:
Ein Welpe vom Vermehrer kann mit 8 Wochen gesund wirken. Die Probleme zeigen sich danach:
- L2HGA: eine neurologische Erkrankung, die zwischen 6 Monaten und einem Jahr auftritt. Keine Heilung. Tödlicher Verlauf.
- Erbliche Katarakt (HC): fortschreitende Erblindung
- Verhaltensprobleme: unsozialisierte Hunde, die Ängste, Aggression und Trennungsangst entwickeln
- Körperliche Mängel: Dysplasie, Atemprobleme, unkorrekte Anatomie
Eine Operation bei Hüftdysplasie kostet 3.000-5.000 Euro. Was die Betreuung eines Hundes mit schweren Verhaltensproblemen kostet, lässt sich schwerer beziffern: Trainer, Medikamente und eine für alle Beteiligten eingeschränkte Lebensqualität.
Der billig gekaufte Welpe kann leicht zum Hund werden, der Tausende an Tierarztkosten verursacht.
Der Unterschied, den man im Preis nicht sieht
Der Preis eines Welpen bezahlt nicht nur Impfungen und Ahnentafel. Er bezahlt eine völlig andere Art zu züchten.
| Wer auf Menge züchtet | Wer selektiert | |
|---|---|---|
| Wo die Welpen leben | Boxen, Käfige, Garage. Sie sehen den Züchter, wenn das Futter kommt | Im Haus, mit der Familie. Mit acht Wochen haben sie schon den Staubsauger gehört, Kinder und Besuch gesehen |
| Wie sie betreut werden | So viele Würfe wie möglich, so wenig Kosten wie möglich | Jeder Hund geht einzeln spazieren. Er kennt das Dorf, die Menschen, die Geräusche |
| Was sie fressen | Das billigste verfügbare Trockenfutter | Futter, das auf das Wachstum abgestimmt ist, denn die ersten Monate prägen das ganze Leben |
| Die Selektion | Verpaart wird, was da ist, Hauptsache die Rasse stimmt | Studierte Ahnentafeln, ergänzende Linien, getestete und oft ausgezeichnete Zuchttiere |
Woran man einen Vermehrer erkennt
Einige Warnzeichen:
| Bereich | Warnzeichen |
|---|---|
| Zahlen | Weit unter dem Durchschnitt der Rasse; Rabatte, wenn man sich sofort entscheidet; unterschiedliche Beträge "mit oder ohne Ahnentafel", die kein Zubehör ist |
| Wie er mit Ihnen spricht | Er will nicht zeigen, wo die Hunde leben; er fragt nichts über Zuhause, Familie und Erfahrung; er hat immer Welpen jeden Alters; er drängt Sie |
| Dokumente | Er zeigt die Tests der Eltern nicht oder sagt, sie seien unnötig; die Ahnentafel ist "unterwegs"; kein schriftlicher Vertrag |
| Die Hunde | Sie können die Mutter nicht mit den Welpen sehen; die Eltern wirken ängstlich oder aggressiv; zu viele Hündinnen und zu viele Würfe |
Wenn auch nur eines dieser Zeichen vorliegt: gehen Sie.
Was eine seriöse Zucht tatsächlich wert ist
Wer bei einer seriösen Zucht kauft, kauft nicht nur einen Welpen, sondern:
Erfahrung mit der Rasse. Jahre der Selektion, des Studiums von Ahnentafeln, der Kenntnis von Blutlinien. Das Wissen, Wesen zusammenzuführen und vorherzusehen, wie Welpen sich entwickeln.
Bewährte Elterntiere. Die Zuchttiere sind nicht nur genetisch getestet. Es sind Hunde, die in der Familie leben, deren Wesen bis ins Detail bekannt ist und die oft bereits gezeigt haben, dass sie Qualität weitergeben.
Lebenslange Betreuung. Wenn Sie ein Problem, einen Zweifel oder eine Frage haben — auch nach zehn Jahren — können Sie anrufen. Sie stehen nie allein da.
Eine echte Garantie. Wenn etwas schiefgeht, ist die Zucht da. Ein Vermehrer verschwindet, sobald das Geld überwiesen ist.
Zum Schluss
Ein seriös aufgezogener Staffordshire Bull Terrier Welpe ist nie der günstigste am Markt. Es ist ein fairer Preis für einen gesunden, ausgeglichenen, gut sozialisierten Hund mit vollständigen Papieren und einer Zucht, die Sie begleitet.
Billige Welpen gibt es, aber die Ersparnis ist nur scheinbar. Was Sie am Anfang nicht zahlen, zahlen Sie später — an Tierarzt, Problemen und Kummer.
Unseren Preis nennen wir am Telefon. Nicht aus Geheimniskrämerei, sondern weil wir Ihnen zuerst erklären möchten, wie wir arbeiten: welche Tests wir machen und warum, wie die Welpen aufwachsen, was zur Abgabe gehört und was danach passiert. Das sind Dinge, die man besprechen sollte, nicht in einer Zeile lesen.
Entscheiden Sie mit dem Kopf, nicht mit dem Geldbeutel. Wenn Sie sehen möchten, wie wir arbeiten, besuchen Sie unsere Seite Staffordshire Bull Terrier Welpen.
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