Zum Inhalt springen
Home
Welpen → Welpen → Zuchtprogramm → Vermittlung ins Ausland
Hunde → Rüden → Hündinnen → Palmares
Zuchttagebuch Über uns Blog FAQ Bewertungen Kontakt
Italiano English Deutsch
Farben des Staffordshire Bull Terrier: Schwarz, Gestromt, Blau
Standard und Blutlinien

Die Farben des Staffordshire Bull Terrier

Schwarz, Gestromt, Falb, Blau und Pied: welche erlaubt sind und was man wissen sollte

📅 August 2026 ⏱️ 8 Min. Lesezeit
FCI-StandardSchwarzGestromtFalb und RotVerdünntes BlauWeiß und PiedGesundheitFAQ FCI-StandardSchwarzGestromtFalb und RotVerdünntes BlauWeiß und PiedGesundheitFAQ
Kurz gesagt: Der Standard des Staffordshire Bull Terrier erlaubt die Farben Rot, Falb, Weiß, Schwarz oder Blau, jeweils mit oder ohne Weiß, sowie jede Schattierung von Gestromt (Brindle) mit oder ohne Weiß. Black and Tan (Schwarz-Loh) und Leberfarbe sind nicht erlaubt. Blau ist zwar im Standard aufgeführt, jedoch eine verdünnte Farbe, die mit möglichen Hautproblemen verbunden ist: seriöse Züchter behandeln sie mit großer Vorsicht. In diesem Ratgeber erklären wir jede Farbe klar und deutlich.

Was der offizielle Standard sagt

Der FCI-Standard Nr. 76 für den Staffordshire Bull Terrier listet die erlaubten Farben genau auf. Erlaubt sind:

  • Rot
  • Falb (fawn)
  • Weiß
  • Schwarz
  • Blau
  • Jede dieser Farben mit oder ohne Weiß
  • Jede Schattierung von Gestromt (Brindle), mit oder ohne Weiß

Der Standard ist ebenso klar bei dem, was nicht erlaubt ist: Black and Tan (Schwarz mit braunen Abzeichen) und die Leberfarbe. Ein Hund dieser Farben kann zwar ein ausgezeichneter Begleiter sein, entspricht aber nicht dem Rassestandard.

Schwarz — elegant und immer aktuell

Volles Schwarz ist eine der beliebtesten und eindrucksvollsten Farben der Rasse: ein glattes, glänzendes und gleichmäßiges Fell, das die typische Muskulatur des Staffy hervorhebt. Es kann als volles Schwarz oder Schwarz mit Weiß auftreten (Abzeichen an Brust, Zehen, Fang).

Es ist eine Farbe, die dem Standard voll entspricht und sehr gefragt ist. Unser aktueller Wurf ist tatsächlich ein ganz schwarzer Wurf.

Neugeborene schwarze Staffordshire Bull Terrier Welpen - Wurf Del Piccolo Diavolo
Unsere schwarzen Welpen aus dem Wurf Bilquis × Black Jack (August 2026).

Gestromt (Brindle) — der zeitlose Klassiker

Gestromt ist vielleicht die ikonischste Farbe des Staffordshire Bull Terrier: ein falber oder rötlicher Grund, durchzogen von dunklen Streifen, in unzähligen Schattierungen. Der Standard erlaubt jede Schattierung von Gestromt, von hell bis sehr dunkel (das sogenannte "Black Brindle", so kräftig, dass es fast schwarz wirkt).

Es kann voll gestromt oder gestromt und weiß sein (mit Abzeichen). Es ist eine Farbe voller Reiz und tief mit der Geschichte der Rasse verbunden.

Falb und Rot — von Honig bis Kupfer

Falb (fawn) umfasst die Töne von Creme/Honig bis goldenes Beige, während Rot von Kupfer bis zu einem intensiven Ziegelton reicht. Beide sind mit oder ohne Weiß erlaubt. Es sind warme, leuchtende Farben, die sehr geschätzt werden. Diese Hunde haben oft eine dunklere Gesichtsmaske.

Weiß und Pied (Gescheckt)

Weiß ist erlaubt, ebenso alle Kombinationen aus Farbe + Weiß. Überwiegend weiße Hunde mit farbigen Flecken werden oft Pied (gescheckt) genannt. Sie entsprechen dem Standard und können sehr eindrucksvoll sein.

Der Fall Blau: Schönheit und Vorsicht

Blau ist ein Schiefergrau, das aus einem Verdünnungsgen des Schwarz entsteht. Es ist im Standard enthalten und somit eine erlaubte Farbe. Dennoch sollte man sie ehrlich für das verstehen, was sie ist.

Das verdünnte Gen, das Blau erzeugt, ist bei einem Teil der Hunde mit der Farbverdünnungsalopezie (CDA) verbunden, einer Hauterkrankung, die Haarausfall und Dermatitis verursachen kann. Nicht alle blauen Hunde leiden darunter, aber das Risiko besteht und ist gerade mit der Verdünnung verbunden.

Aus diesem Grund behandeln seriöse Züchter Blau mit großer Vorsicht und vermeiden Verpaarungen zwischen zwei verdünnten Hunden (Blau × Blau), die aus gesundheitlicher Sicht als problematisch gelten. Seien Sie vorsichtig bei denen, die Blau als "seltene und wertvolle Farbe" zu hohem Preis anpreisen und die gesundheitlichen Aspekte ignorieren: Gesundheit geht vor Ästhetik.

🏆 Unser Ansatz zu den Farben

In unserer Zucht Del Piccolo Diavolo geht die Auswahl der Zuchthunde immer von Gesundheit und Rassetyp aus, nicht von der "Mode" einer Farbe. Wir wählen standardkonforme Farben mit Elterntieren, die auf L2-HGA und HC getestet sind, und vermeiden riskante verdünnte Verpaarungen. Eine schöne Farbe auf einem gesunden, typvollen Hund ist unendlich mehr wert als eine "seltene" Farbe, die auf Kosten des Wohlbefindens erzielt wird.

Beeinflusst die Farbe den Charakter?

Nein: Das ist ein Mythos, mit dem aufgeräumt werden muss. Die Fellfarbe hat keinerlei Zusammenhang mit dem Wesen des Staffordshire Bull Terrier. Ein schwarzer, gestromter oder falber Hund kann gleichermaßen sanft und ausgeglichen sein. Der Charakter hängt von der Genetik der Eltern, von der Sozialisierung und davon ab, wie der Welpe aufgezogen wird — nicht von der Fellfarbe.

Häufig gestellte Fragen

Welches ist die seltenste Farbe des Staffordshire Bull Terrier?

Unter den vom Standard zugelassenen Farben sind blau gestromt und ein klar abgesetztes Falbfarben mit schwarzer Maske am schwersten zu finden. Seltenheit sollte man allerdings richtig einordnen: sie ist eine Frage der Genhäufigkeit in den Linien, kein Wertmaßstab. Eine seltene Farbe macht einen Hund nicht gesünder, besser oder rassetypischer, und wenn eine Zucht ihre Darstellung auf die Farbe statt auf Wesen, Gesundheit und Bau aufbaut, stimmt etwas nicht. Manche als exotisch vermarkteten Farben sind gerade deshalb ausgeschlossen, weil sie auf Einkreuzungen hindeuten: Merle etwa existiert in der Rasse nicht.

Ist Black and Tan erlaubt?

Nein. Der Rassestandard schließt Black and Tan sowie Leberfarben ausdrücklich aus, und der Grund ist nicht ästhetisch: diese Farben sind historisch mit Einkreuzungen anderer Rassen verbunden, ihr Auftreten stellt also die Reinheit der Linie infrage. Ein solcher Welpe kann dennoch aus zwei Elterntieren mit Ahnentafel fallen, weil das Gen über Generationen verborgen bleiben kann — er ist dann nicht weniger gesund und nicht weniger liebenswert: er darf nur nicht zur Zucht eingesetzt und nicht ausgestellt werden. Eine seriöse Zucht sagt das offen, statt ihn als seltene Farbe teurer zu verkaufen.

Ist ein blauer Hund weniger gesund als die anderen?

Blau ist vom Standard zugelassen und damit kein Fehler an sich. Beachtenswert ist jedoch, dass das Verdünnungsgen rassenübergreifend mit einer höheren Häufigkeit der Farbmutantenalopezie einhergeht — dünner werdendem Fell und wiederkehrenden Hautentzündungen, meist zwischen dem sechsten Monat und dem dritten Lebensjahr. Nicht jeder blaue Hund entwickelt sie, aber das Risiko ist höher als bei unverdünnten Farben. Zum Problem wird es, wenn auf die Farbe selektiert wird: zwei blaue Hunde nur für blaue Welpen zu verpaaren konzentriert die Verdünnung und damit das Risiko.

Ändert sich die Fellfarbe mit dem Wachstum?

Ja, oft erheblich. Am deutlichsten bei gestromten Hunden: viele Welpen wirken zunächst fast schwarz und entwickeln die Stromung erst nach einigen Wochen, wenn das Fell länger und heller wird. Falbfarben dunkelt oder hellt bis etwa zum ersten Lebensjahr nach, und die schwarze Maske kann sich mit dem Alter zurückbilden. Auch weiße Abzeichen verändern leicht ihre Form, weil die Haut sich dehnt. Praktisch heißt das: einen Welpen mit drei Wochen nach der Farbe auszusuchen ergibt keinen Sinn. Wesen und Bau sind weit verlässlichere Kriterien für die Zuordnung zu einer Familie.

Beeinflusst die Farbe den Preis des Welpen?

Sollte sie nicht — und wenn doch, sagt das etwas über den Züchter. Der Wert eines Welpen liegt in den Gentests der Elterntiere, in der Ahnentafel, in der Selektionsarbeit hinter der Verpaarung und in den ersten acht Wochen der Aufzucht: all das kostet unabhängig von der Fellfarbe dasselbe. Wer für einen seltenen Welpen mehr verlangt, verkauft ein Gefühl von Exklusivität und drängt im schlimmsten Fall Farben außerhalb des Standards. Die Frage an jeden, der einen Farbaufschlag verlangt, lautet: welche Tests haben die Elterntiere, und darf ich die Befunde mit Mikrochipnummer sehen?

·