Was der offizielle Standard sagt
Der FCI-Standard Nr. 76 für den Staffordshire Bull Terrier listet die erlaubten Farben genau auf. Erlaubt sind:
- Rot
- Falb (fawn)
- Weiß
- Schwarz
- Blau
- Jede dieser Farben mit oder ohne Weiß
- Jede Schattierung von Gestromt (Brindle), mit oder ohne Weiß
Der Standard ist ebenso klar bei dem, was nicht erlaubt ist: Black and Tan (Schwarz mit braunen Abzeichen) und die Leberfarbe. Ein Hund dieser Farben kann zwar ein ausgezeichneter Begleiter sein, entspricht aber nicht dem Rassestandard.
Schwarz — elegant und immer aktuell
Volles Schwarz ist eine der beliebtesten und eindrucksvollsten Farben der Rasse: ein glattes, glänzendes und gleichmäßiges Fell, das die typische Muskulatur des Staffy hervorhebt. Es kann als volles Schwarz oder Schwarz mit Weiß auftreten (Abzeichen an Brust, Zehen, Fang).
Es ist eine Farbe, die dem Standard voll entspricht und sehr gefragt ist. Unser aktueller Wurf ist tatsächlich ein ganz schwarzer Wurf.
Gestromt (Brindle) — der zeitlose Klassiker
Gestromt ist vielleicht die ikonischste Farbe des Staffordshire Bull Terrier: ein falber oder rötlicher Grund, durchzogen von dunklen Streifen, in unzähligen Schattierungen. Der Standard erlaubt jede Schattierung von Gestromt, von hell bis sehr dunkel (das sogenannte "Black Brindle", so kräftig, dass es fast schwarz wirkt).
Es kann voll gestromt oder gestromt und weiß sein (mit Abzeichen). Es ist eine Farbe voller Reiz und tief mit der Geschichte der Rasse verbunden.
Falb und Rot — von Honig bis Kupfer
Falb (fawn) umfasst die Töne von Creme/Honig bis goldenes Beige, während Rot von Kupfer bis zu einem intensiven Ziegelton reicht. Beide sind mit oder ohne Weiß erlaubt. Es sind warme, leuchtende Farben, die sehr geschätzt werden. Diese Hunde haben oft eine dunklere Gesichtsmaske.
Weiß und Pied (Gescheckt)
Weiß ist erlaubt, ebenso alle Kombinationen aus Farbe + Weiß. Überwiegend weiße Hunde mit farbigen Flecken werden oft Pied (gescheckt) genannt. Sie entsprechen dem Standard und können sehr eindrucksvoll sein.
Der Fall Blau: Schönheit und Vorsicht
Blau ist ein Schiefergrau, das aus einem Verdünnungsgen des Schwarz entsteht. Es ist im Standard enthalten und somit eine erlaubte Farbe. Dennoch sollte man sie ehrlich für das verstehen, was sie ist.
Das verdünnte Gen, das Blau erzeugt, ist bei einem Teil der Hunde mit der Farbverdünnungsalopezie (CDA) verbunden, einer Hauterkrankung, die Haarausfall und Dermatitis verursachen kann. Nicht alle blauen Hunde leiden darunter, aber das Risiko besteht und ist gerade mit der Verdünnung verbunden.
Aus diesem Grund behandeln seriöse Züchter Blau mit großer Vorsicht und vermeiden Verpaarungen zwischen zwei verdünnten Hunden (Blau × Blau), die aus gesundheitlicher Sicht als problematisch gelten. Seien Sie vorsichtig bei denen, die Blau als "seltene und wertvolle Farbe" zu hohem Preis anpreisen und die gesundheitlichen Aspekte ignorieren: Gesundheit geht vor Ästhetik.
🏆 Unser Ansatz zu den Farben
In unserer Zucht Del Piccolo Diavolo geht die Auswahl der Zuchthunde immer von Gesundheit und Rassetyp aus, nicht von der "Mode" einer Farbe. Wir wählen standardkonforme Farben mit Elterntieren, die auf L2-HGA und HC getestet sind, und vermeiden riskante verdünnte Verpaarungen. Eine schöne Farbe auf einem gesunden, typvollen Hund ist unendlich mehr wert als eine "seltene" Farbe, die auf Kosten des Wohlbefindens erzielt wird.
Beeinflusst die Farbe den Charakter?
Nein: Das ist ein Mythos, mit dem aufgeräumt werden muss. Die Fellfarbe hat keinerlei Zusammenhang mit dem Wesen des Staffordshire Bull Terrier. Ein schwarzer, gestromter oder falber Hund kann gleichermaßen sanft und ausgeglichen sein. Der Charakter hängt von der Genetik der Eltern, von der Sozialisierung und davon ab, wie der Welpe aufgezogen wird — nicht von der Fellfarbe.
Häufig gestellte Fragen
Welches ist die seltenste Farbe des Staffordshire Bull Terrier?
Unter den erlaubten Farben ist Blau die seltenste, da sie aus einem verdünnten Gen stammt. Vorsicht jedoch: "Seltenheit" wird oft als Verkaufsargument genutzt, um den Preis zu erhöhen, wobei ignoriert wird, dass Blau mögliche Gesundheitsrisiken birgt (Verdünnungsalopezie). Eine seltene Farbe ist an sich kein Wert: Was zählt, sind Gesundheit, Rassetyp und die Korrektheit der Zucht.
Ist Black and Tan erlaubt?
Nein. Der FCI-Standard schließt Black and Tan und die Leberfarbe ausdrücklich aus. Ein Hund mit diesem Fell entspricht nicht dem Rassestandard, auch wenn er ein ausgezeichneter Begleiter sein kann. Das Vorhandensein dieser Farben kann auf Einkreuzungen oder nicht reine Linien hindeuten.
Ist ein blauer Hund weniger gesund als die anderen?
Nicht zwangsläufig, aber das Verdünnungsgen, das Blau erzeugt, ist bei einem Teil der Hunde mit der Farbverdünnungsalopezie (CDA) verbunden, einer Hauterkrankung. Deshalb vermeiden verantwortungsvolle Züchter Verpaarungen zwischen zwei verdünnten Hunden und behandeln Blau mit Vorsicht, wobei sie Gesundheit vor Ästhetik stellen.
Ändert sich die Fellfarbe mit dem Wachstum?
Die Grundfarbe bleibt gleich, aber die Töne können sich mit dem Wachstum besser definieren. Gestromte Welpen zeigen zum Beispiel mit zunehmendem Alter schärfere Streifen, und schwarze Hunde können in der Sonne leicht aufhellen. Die Struktur der Farbe ist jedoch bei der Geburt genetisch festgelegt.
Beeinflusst die Farbe den Preis des Welpen?
In einer seriösen Zucht nicht: Der Preis spiegelt die Selektion, die Gesundheit, die Gentests und den Stammbaum wider, nicht die "Mode" einer Farbe. Wenn ein Verkäufer für eine "seltene" Farbe (typischerweise Blau) viel mehr verlangt, ist das ein Warnsignal. Erfahren Sie, worauf Sie vor dem Kauf eines Welpen achten sollten.